Martina Maurischat gewinnt die Masters 3-Wertung beim Alpen Open Water Cup 2018

Sieben abwechslungsreiche Rennen
Ein Rückblick auf 2018 und ein Ausblick auf 2019

Das war er also – der arena Alpen Open Water Cup 2018 mit sieben Durchgängen an sieben verschiedenen Destinationen. Und alle Rennen hatten ihre Besonderheiten: Von Seequerungen mit Bojen und ohne Orientierungsbojen über ein Nachtschwimmen und Bewerbe, in denen Runden mit und ohne Landgänge geschwommen werden mussten bis zu echtem Open Water mit Wellen und Strömungen war in diesem Jahr alles dabei.

Fast drei Monate waren Freiwasserschwimmer in Seen in Oberbayern und Österreich unterwegs, um sich zu auf den langen Strecken zwischen zwei und sechs Kilometern zu messen, aber auch gemeinsam die Aufgaben zu bewältigen. Dabei wurden viele Freundschaften aufgefrischt und geschlossen. Insgesamt sind 713 Aktive in der Gesamtwertung gelistet, die mindestens einen Wettkampf „gefinished“ haben, sechs Athleten (Birgit Bonauer, Christina Schuhmann, Stephane Guisard, Klaus Gattinger, Jochen Stelzer und Oliver Nowotny) waren bei allen sieben Durchgängen im Einsatz. Überragender Schwimmer war allerdings Nicky Lange, der bei sechs Einsätzen sechsmal als Erster das Ziel erreichte.

Die vom Wetterglück begünstigte Saison 2018 begann am 16.Juni in Burghausen, am Fuße der längsten Burg der Welt. Im Wöhrsee waren 3,8 Kilometer zurückzulegen. Zwei Wochen später folgte im Simssee mit sechs Kilometer die längste Strecke der diesjährigen Cup-Serie, gefolgt vom Vollmond- beziehungsweise Blutmondschwimmen in Prien am Chiemsee mit Blick zur Herreninsel und Kampenwand, was am 27.Juli stattfand. Neun Tage später hieß es bei der Hechtsee X-Treme in Kufstein erstmals Neoprenverbot, da die Wassertemperatur bei 27 Grad lag und die Sonne ihre ganze Kraft über den See ausbreitete. Zum Saisonende waren dann schließlich drei Wettkämpfe an drei Wochenenden in Folge zu absolvieren. Zunächst ging es in den malerischen Fuschlsee zur Fuschlsee-Crossing über 4,2 Kilometer, danach zum traditionsreichen Chiemsee-Langstreckenschwimmen über 4,5 Kilometer von der Fraueninsel nach Übersee, ehe die Abschlussveranstaltung beim ersten Tegernsee-Langstreckenschwimmen mit Neoporenpflicht von den Sportlern noch einmal alle Kräfte forderten.

In den Gesamtwertungen der fünf verschiedenen Altersklassen gab es neben den erwarteten Favoritensiegen auch viele enge Entscheidungen. Für die jeweils Erstplatzierten warteten Gutscheine von arena für einen Neoprenanzug. Bei den Juniorinnen hatte am Ende Franziska Partheymüller vom WSV Bad Tölz die Nase vorn und verwies Vereinskollegin Tanja Schulz und Marit Franz (RC Figaro Sparkasse Lienz) auf die Plätze. Die Juniorenwertung entschied Maximilian Murg (Atus Graz) vor Kilian Karasek (SU Generali Salzburg) und Jakob Hinterholzer (BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim) für sich. Die weibliche Masters 1-Wertung ging an Birgit Bonauer (Serwus Burghausen), die nach den sieben Rennen vor Nina Nagele (Tiroler Wassersportverein) und der dreifachen Saisonsiegerin Julia Wittig (Serwus Burghausen) blieb. Bei den Herren setzte sich erwartungsgemäß Nicky Lange (SK Sparta Konstanz) durch, Zweiter wurde Fernando Santana (Exathlon), den dritten Rang teilen sich Domingo Alvarez Mendez (ESO Swimming) und Leopold Lindauer (BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim).

Eine klare Angelegenheit war die Masters 2-Wertung bei den Damen, die Monika Messner mit sechs Siegen bei sechs Teilnahmen (sie fehlte am Tegernsee aufgrund der Teilnahme an der zeitgleich ausgetragenen Masters-EM in Slowenien) für sich entschied. Die Plätze zwei und drei belegten Inge Muckenfuß und Kerstin Wernick (TSV Regen). Bei den Herren gab es lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sieger Stephane Guisard (ESO Swimming) und dem schärfsten Verfolger Florian Jobst vom SV Straubing, den dritten Rang sicherte sich schließlich Michael Aigner (Schwimmzone). Die Masters 3-Wertungen waren bereits nach fünf Durchgängen entschieden: Bei den Damen konnte Martina Maurischat vom TSV Bad Reichenhall die ersten fünf Rennen gewinnen, dahinter platzierten sich in der Endabrechnung Tegernsee-Siegerin Linda Stinglhammer (Wasserwacht Pocking) und Christiane Roth (TSV Hohenbrunn). Die Herren Jochen Stelzer (TriTeam FFB) und Robert Kellermann (Exathlon) lieferten sich knappe Duelle, die Jochen dreimal gewann, was ihm die entscheidenden Zähler bereits sicherte. Im Chiemsee und Tegernsee kam Robert mit jeweils hauchdünnem Vorsprung aus dem Wasser, konnte seinen Punkterückstand jedoch nicht mehr ausgleichen. Die neu geschaffenen Masters 4-Wertungen der Ü60 gingen an 7-fach-Siegerin Christina Schumann (SSG Neptun Germering) vor Dr. Edith Kiesewetter (SSF Bonn) und Gabriele Becker-Hassemer (Honisch Beach) beziehungsweise Andreas Lorenz (TSV Regen) vor 3-fach-Sieger Klaus Dahlinger (SG Stadtwerke München) und Christian Pyka (Exathlon). Die Bilder, die unser Top-Fotograf Mirko Groß von den Ehrungen geschossen hat, seht ihr ebenfalls in diesem Artikel.

Nach der Saison ist bekanntermaßen vor der Saison und so laufen die Planungen für 2019 auf Hochtouren und die ersten Termine stehen schon fest. Fix ist das Chiemgau-Thermen-Schwimmen im Simssee am 07.07., das Strandbad muss aber noch festgelegt werden. Sicher ist nur, dass Start und Ziel nicht mehr am Campingplatz Stein sein werden. Die Hechtsee X-Treme geht am 11.08. in Szene, zwei Wochen später geht es wieder zur Fuschlsee-Crossing. Dazwischen, am Mittwochabend, 14.08. (der 15.08. ist unter anderem in Bayern und Österreich Feiertag), steigt das 3.Vollmondschwimmen – wie im Vorjahr im Schraml-Bad in Prien am Chiemsee. Hier öffnet bereits am kommenden Samstag, 15.09.2018 das Anmeldeportal unter www.vollmondschwimmen.de, die Teilnehmerzahl ist auf 300 begrenzt. Und auch für das Chiemsee-Langstreckenschwimmen am 01.09.2018 besteht ab kommenden Samstag die Anmeldemöglichkeit unter www.chiemsee-langstreckenschwimmen.de, auch hier werden maximal 300 Plätze vergeben. Die Abschlussveranstaltung findet wieder eine Woche später am Tegernsee statt, wobei noch geklärt werden muss, ob dies am Samstag oder Sonntag sein wird. Dazu ist noch eine Eröffnungsveranstaltung Ende Mai und ein weiterer Durchgang im Juli in Österreich geplant, so dass der arena Alpen Open Water Cup aus acht Rennen bestehen könnte. Hier halten wir euch allerdings auf dem Laufenden.

In diesem Sinne wünschen wir eine schöne Open-Water-wettkampffreie und vor allem gesunde Zeit, viele gute und intensive Trainingseinheiten und große Vorfreude auf die Saison 2019.

Markus Füller (Organisator und Koordinator)
Oliver Nowotny (Presseprecher)

Advertisements